Saftfutter

Äpfel

Hans-Peter Dill: 80 Apfelbäume ist unser Ziel, die müssen wir pflanzen als Ausgleichsmassnahme für den Bau. Die Äpfel werden wir im Hofladen verkaufen und an die Ziegen verfüttern. Äpfel sind ein gutes Futtermittel, aber nur, wenn ich die kontinuierlich füttern kann. Gefährlich wird es aber, wenn die Ziegen plötzlich an einen Haufen Äpfel geraten: es droht schaumige Gärung und sofortiges Handeln ist erforderlich. Mehr dazu in www.gesunde-geiss.de.

 

Rüben, Rote Beete

Unsere Flächen sind zu klein, um Getreide anzubauen, aber mit Wurzelfrüchten haben wir einen relativ grossen Energieertrag, höher als bei Getreide. Leider ist der Pflegeaufwand sehr gross: Sie müssen gehakt werden und einen Vorsprung auf das Unkraut haben. Deshalb säen wir nicht, sondern pflanzen sie im Juli aus und ernten sie vor dem Frost. Sauber machen ist dann noch ein Problem.

 

Foto: Zuckerrüben werden vorne gehäckselt, nachdem sie auf dem Rost dahinter von Erde befreit wurden. Wegen möglicher Verschmutzung (z.B. Buttersäurebakterien) füttert Gerald Brunner Rüben nur ausserhalb der Laktation, weil er den Käse aus Rohmilch produziert.

 

Reste aus der Lebensmittelindustrie

Es kommt drauf an, was es in der Nähe gibt: z.B. eine Brauerei, wo ich Biertrester herkriege, oder ein Kartoffelschälwerk. (Einspruch: Rohe Kartoffel enthalten Solanum tuberosum, Ursache für akute oder chronische Vergiftungen. Die Pyrrolizidinalkaloide werden in der Leber in Metaboliten umgewandelt, welche irreversibel mit der DNA und anderen Makromolekülen reagieren und zur Schädigung der Leberzellen führen, was auch viele Monate nach der Aufnahme der Alkaloidhaltigen Pflanzen zum Tode führen kann. Auch Kastanien sind giftig für Ziegen, so auch die grüne Schale der Walnuss. Die ist hier nachzulesen: www.zwergziegen.ch)

 

Bokashi

Cristina Perincioli: Bokashi (jap. Allerlei) ist anaerob fermentiertes, organisches Material, wobei sich die Milchsäurebakterien und andere nützliche Mikroben vermehren, die eine Vielfalt an Antioxidantien (Vitamine, Enzyme) produzieren. Der Fermentationsvorgang ist abgeschlossen, wenn der ph-Wert unter 4 gesunken ist. Bokashi ist weitgehend vergleichbar mit dem Silagefutter in der Landwirtschaft oder Sauerkraut.

Futterbokashi wird aus Kleie, Spelzen oder auch nur Getreideschrot, Wasser und EMa* gemischt. Die richtige Feuchtigkeit ist erreicht, wenn sich aus dem Gemisch Klumpen formen lassen. Nun wird es in eine Tonne oder einen Eimer gestampft, möglichst luftdicht verschlossen und eine Woche, (bei grösseren Mengen einige Wochen) an einem gleichbleibend warmen Ort gelagert. Ein mit einem Gewicht belegter Deckel lässt Gas entweichen, verhindert aber die Luftzufuhr. Es ist reif, wenn es intensiv sauer riecht. Manchmal haben obere Schichten Luftkontakt, oxidieren und werden dunkel. Diese Lagen gleich auf den Kompost. Nur verfüttern, was eine frische klare Farbe hat und frisch sauer riecht! Davon pro Ziege 1-2 Löffel unter das Futter mischen. Sie beschnuppern es kritisch und dann lieben sie es.

* EM steht für Effektive Mikroorganismen, eine Mischung von Milchsäurebakterien, Hefen und und Photosynthesebakterien, die als Starter genutzt werden. EM1 als Stammlösung kann man in Flaschen ab ca. 14 Euro beziehen und dann mit Melasse und Wasser auf das 30-fache verlängern, das nennt sich dann EMa. Dieses EMa lässt sich im Haushalt, Garten, Teich und und als Zugabe im Trinkwasser zur Belebung der Darmflora einsetzen. Bezug über Mikroveda.com oder emiko.com

Leider haben diese Firmen aus der ursprünglich einfachen Idee eine unüberschaubare Produktflut entwickelt und Publikationen für eine gläubige Gemeinde.