Stallbau

hallenstall Foto: Milchschafhof Schafgarbe in Ogrosen

Man muss nicht neu bauen – hier eine gebrauchte Hallenkonstruktion. Seit die meisten Wände aus Windschutznetzen bestehen, gibt es keinen Durchzug mehr. Auch die Windschutznetze mussten nicht neu gekauft werden, es sind gebrauchte Werbeplanen für Fassadenwerbung.

 

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Foto: Pedro Fourniers neu erbauter Ziegenstall in Frankreich: Wellblechdach, Fressfanggitter und Panele um den Stall in ganzer Breite zu unterteilen – alles aus Metall. Wände aus Holzlatten ermöglichen die Luftzirkulation. Im Hintergrund ein Metallsilo mit Kraftfutter.

 

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Foto: Schleusenhof Regow – Toggenburger in einem Offenstall, gebaut aus Bäumen aus dem eigenen Wald. Das riesige Dach ruht auf Baumstämmen.

 

Foto: Regow viel Platz – auch für gehörnte Ziegen. Im Hintergrund die Fangfressgitter; sie teilen  zwei ähnlich grosse Ställe.

 


Foto: Kathrin Bählers Pfauenziegen stehen auf einem Podest am Fressfanggitter.

Im Winter liegt drei Monate Tiefstreu, in der übrigen Zeit wie jetzt nur ein Streifen Stroh zum Liegen. Auf der betonierten Fläche kann man den Mist des Tages zusammenkehren. So spart man Stroh und Mistvolumen. Bretter an den Wänden bieten zusätzliche Liegeflächen; sie zählen 80%. Kathrin Bähler benötigt keinen gesonderten Melkstand. Beim Füttern stehen die Ziegen bereits in angenehmer Arbeitshöhe.

 

Foto: Gerald Brunner verfolgt ein ähnliches Konzept: Tret-Mist und darunter Betonboden mit einem leichten Gefälle zur Lauffläche hin vor dem Fressplatz. Dadurch rutscht der reife Mist dort heraus und wird täglich weggeschoben. Die Liegefläche ist auf dem Berg im Hintergrund; sie wird täglich eingestreut. So muss nie ganz entmistet werden.

 

Hans Ramseier: Ziegen in einem kalten Stall geben viel weniger Milch, sie benötigt die Energie ja selbst! Die Ziege hat es gerne warm, allerdings muss Schatten vorhanden sein!

Foto: Hans Ramseier hält seine 50 Ziegen in Anbindeställen. In der Mitte ein Kanal, durch den der Mist in die Jauchegrube gelangt. Das spart Stroh und Arbeit.

Er sagt: Im Sommer sind die Ziegen bei Hitze tagsüber im Stall angebunden und abends lassen wir sie raus. Warum gehen die Ziegen, wenn sie reinkommen brav an ihren Platz – sie wissen ja, dass sie dann angebunden werden! Also macht es ihnen nichts aus. Die Schwächeren sind froh, dass man die Dominierenden anbindet, dann haben alle ihre Ruhe.

In Freilaufställen haben die Schwächeren ein schweres Leben. Wir haben es ausprobiert. In dem Freilaufstall hat immer eine Glocke gebimmelt, immer rumorte eine, immer ist eine die beisst oder stösst. Der Raum müsste riesig sein, damit alle ausreichend Abstand haben.

Ausserdem: Das An- und Abbinden garantiert, dass wir jede täglich zweimal berühren. So werden sie zutraulich und so kann ich auch auf der Weide jede greifen, sei es Zicklein oder Ziege. Sie lecken meine Arme, vertrauen mir.
In einem Freilaufstall kann man nur schauen, aber eine anfassen – nicht ohne Rennerei!
Dort wandern sie vom Futtertisch automatisch auf die Weide, dann kommen sie automatisch auf den Melkstand, wo sie von hinten gemolken werden und gehen automatisch in den Stall zurück: Der Kontakt Mensch-Ziege geht dabei verloren!

Wenn ich das noch umbauen müsste, könnte ich in den zehn Jahren, in denen ich hier noch arbeite, diese Ausgabe nie wieder erwirtschaften und ohne Anbindehaltung hätten nur halb so viele Ziegen Platz. Weil es hier so steil ist, kann man den Stall nicht einfach erweitern.

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